Bulabakulu ist wie gesagt, eine ausgesprochen ländlich geprägte und weit verzweigte Gemeinde. Die Kinder kommen zum Teil von sehr weit her und mussten bislang täglich mit dem einzigen Schulvan zur Schule gebracht und wieder nach Hause transportiert werden. Ein öffentliches Verkehrssystem gibt es natürlich nicht. Das Wegenetz, ich spreche bewusst nicht von Straßennetz, ist in einem erbärmlichen, katastrophalen Zustand. Die Wege sind nicht geteert und entsprechen, im Vergleich zu Deutschland, nicht einmal Feldwegen. Kein deutscher Fahrer würde es wagen, hier zu fahren! Tiefste Rillen und Löcher, schlecht sichtbare Senken und Höhen sind eine ständige Gefahr. Bei Regen sind ganz Straßen unpassierbar und es müssen Umwege gesucht werden. Der schlechte Zustand bringt mit sich, dass die Fahrten sehr lange dauern, da viele Stellen oftmals nur im Schritttempo passiert werden können. In insgesamt drei Touren werden die Kinder aus den verschiedenen Richtungen abgeholt. Die erste Fahrt beginnt morgens um 6 Uhr, die letzte Fahrt bringt dann gegen 7.45 Uhr die letzten Kinder zur Schule. Nachmittags bringt die erste Tour die Kindergartenkinder gegen 13 Uhr nach Hause. Am Nachmittag starten dann die letzten beiden Touren gegen 16.30 Uhr und es dauert oftmals bis 19 Uhr bis der Schulvan wieder zurück ist. Der Busfahrer ist der Schuldirektor! Aus Kostengründen (Benzin) mussten bisher die Kinder in den kleinen Van (Siebensitzer) „gestapelt“ werden. Teilweise zur dritt sitzen die Kleinen aufeinander. Ein Kind (meist schon schlafend) hält der Beifahrer auf dem Schoss, eine anderes liegt zwischen den Beinen, zwei weitere sitzen zwischen Beifahrersitz und Fahrersitz. Dabei kann es vorkommen, dass der Busfahrer auch noch ein Kind auf dem Schoss hat! So „passten“ dann zwischen 21 und 28 Kinder in den Bus! 

Aus den genannten Gründen war es der größte Wunsch des Schuldirektors und des Kollegiums, einen zweiten vielleicht etwas größeren Schulbus zu bekommen, – eine fast unlösbare Aufgabe angesichts der hohen Kosten von mindestens 6500,- Euro für einen gebrauchten Bus.

Anfang des Jahres 2021 war es wider Erwarten geschafft: Über Weihnachten trafen so viele Spenden ein, unterstützt durch den Verkauf von Weihnachtsdeko im Advent, so dass wir das Geld nach Uganda überweisen konnten. Der neue Bus erleichtert nun den Alltag der Kinder und natürlich auch der Fahrer erheblich! Das erste große Ziel war erreicht!

Der bisherige (erste) total überbeanspruchte Schulbus

Der neue, zweite Schulvan finanziert durch den Förderverein